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«Menschen durch das gesprochene Wort zu fesseln, gibt ein Gefühl der Stärke, der Macht.»

Dale Carnegie

Die Qualität des SEINS bestimmt die Qualität des TUNS

Dieser Zen-Weis­heit folgend ist das Her­ren­haus Gra­fen­ort seit 1995 einer breiten Öffent­lich­keit zugäng­li­ch.

Erbaut als Tal­re­si­denz der Gnä­di­gen Herren und letzte Station vor dem Auf­stieg nach Engel­berg gehört dieses barocke Juwel noch heute dem Bene­dik­ti­ner­klos­ter Engel­berg.

Seit 1995 betreibt die Stif­tung Lebens­raum Gebirge das Her­ren­haus als Seminar- Tagungs- und Begeg­nungs­zen­trum.

Erleben Sie den spe­zi­el­len Spirit dieses Hauses, das stil­vol­le Ambi­en­te und gelebte Gast­freund­schaft mit Herz­blut und Pro­fes­sio­na­li­tät.

Für das Wohl der Gäste sorgen Mit­ar­bei­te­rin­nen mit grossem Enga­ge­ment und viel Herz­blut aus der nächs­ten Umge­bung.

Sie errei­chen die Gast­ge­be­rin Maya Murer unter Tel. +41 41 639 53 33. Gerne zeigt sie Ihnen das Haus per­sön­li­ch und freut sich auf Ihre Ter­min­ver­ein­ba­rung. Sie ist Ihre allei­ni­ge Ansprech­per­son mit Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz von der ersten Anfrage bis zur Betreu­ung Ihres Anlas­ses im Her­ren­haus Gra­fen­ort.

Ein Haus mit bedeutsamer Geschichte

Das Her­ren­haus Gra­fen­ort am his­to­ri­schen Ver­kehrs­weg nach Engel­berg war klös­ter­li­ches Ver­wal­tungs­ge­bäu­de, Tal­re­si­denz, Korn­spei­cher, Feri­en­ort der Mönche und Her­ber­ge für vor­neh­me Rei­sen­de.

 

Geschich­te

Die Bau­meis­ter des Her­ren­hau­ses haben im aus­ge­hen­den 17. Jahr­hun­dert in Gra­fen­ort ein herr­schaft­li­ches, durch­dach­tes Bauwerk errich­tet. Es diente viel­fäl­ti­gen Zwecken, auch heu­ti­gen Bedürf­nis­sen noch ent­spre­chend. Hierin liegt auch seine his­to­ri­sche Fas­zi­na­ti­on. Der mar­kan­te Bau diente von Anfang an als Tal­re­si­denz und Erho­lungs­stät­te für Abt und Konvent, als Her­ber­ge für vor­neh­me Rei­sen­de, als Ort für poli­ti­sche Zusam­men­künf­te sowie als Korn­die­le, Sust und Waren­um­schlag­platz.

 

His­to­ri­scher Ver­kehrs­weg

Alte Karten geben Aus­kunft über den Verlauf des Säu­m­er­we­ges in Gra­fen­ort. Er führte berg­wärts durch das “Nadel­öhr” zwi­schen Kapelle und Her­ren­haus und zog sich hang­sei­tig dem Talrand entlang am soge­nann­ten Stein­haus vorbei. Der Weg bildete die wich­tigs­te Lebens­ader für den Klos­ter­staat am Fuss des Titlis.

Bis zum Bau der neuen Strasse 1874 hat die alte Lini­en­füh­rung ihre Gül­tig­keit behal­ten. Dank einer “ratio­nel­len Stras­sen­kor­rek­ti­on” wurde der Weg dann in die Tal­mit­te gelegt und post­kut­schen­taug­li­ch. Gra­fen­ort büsste damit seine Rolle als Rast- und Umschlag­platz ein. Die neue Strasse war von grossem Inter­es­se für den auf­kom­men­den Engel­ber­ger Tou­ris­mus. Sie ermög­lich­te eine Reduk­ti­on der Rei­se­zeit von Luzern nach Engel­berg von sieben auf vier Stunden.

His­to­ri­sche Ver­kehrs­we­ge sind bedeu­ten­de Ele­men­te einer Kul­tur­land­schaft. Sie gehören aber auch zu den stark gefähr­de­ten Kul­tur­gü­tern. Werden sie nicht mehr genutzt, so ver­schwin­den sie. Trotz­dem finden sich im Tal­bo­den um Gra­fen­ort noch Spuren des alten Weges (Stütz­mau­ern und Reste des Tras­sees). Im neu ange­leg­ten Natur­lehr­pfad im Bereich des Kal­ti­ba­ches sind diese Teile des alten Saum­we­ges noch sicht­bar.

 

Ein “köst­li­cher Palast”

An der Stelle, wo seit dem 16. Jh. ein klös­ter­li­ches Ver­wal­tungs­ge­bäu­de stand, liess Abt Ignaz Burnott (1648–1693) das Her­ren­haus erbauen. Ele­men­te des Vor­gän­ger­baus, wie z.B. die aus Fich­ten­holz gefer­tig­te Rund­trep­pe oder das Kreuz­grat­ge­wöl­be in der Küche des ersten Ober­ge­schos­ses, sind in das neue Haus inte­griert worden. Die Bau­lei­tung lag in den Händen des Gross­kell­ners P. Augus­tin Reding (1651–1707), dessen Her­kunfts­ort Schwyz sich in der Archi­tek­tur des Hauses nie­der­ge­schla­gen hat.

 

Korn­spei­cher und Lager­ge­bäu­de

Schon von aussen beein­druckt der mäch­ti­ge Dach­sto­ck mit den vier grossen Dach­lu­kar­nen. Er macht die Hälfte der Gesamt­hö­he des Gebäu­des aus. Im Innern staunt man ob der sel­te­nen Zim­mer­manns­kunst. Dazu unter­strei­chen die hohen Par­terre­räu­me die öko­no­mi­sche Funk­ti­on des Hauses. Gra­fen­ort war eine wich­ti­ge Station auf dem Weg von Stans­stad nach Engel­berg. Bis zum Bau einer Strasse 1874 fand in Gra­fen­ort der Umlad der Güter von Wagen auf Saum­pfer­de statt.

Bereits seit dem Spät­mit­tel­al­ter betrieb das Kloster einen bedeu­ten­den Käse- und Vieh­an­del. In der zweiten Hälfte des 17. Jahr­hun­derts konnte der Export aus­ge­baut werden. Das Kloster begann, die nord­ita­lie­ni­schen Absatz­märk­te zu belie­fern. Auf der Rück­rei­se impor­tier­ten die Engel­ber­ger Säumer Wein, Öl und Reis aus der Poebene.

Nebst diesen Waren musste in den Lagern des Her­ren­hau­ses Platz sein für grosse Salz­men­gen, welche für die Vieh­wirt­schaft von Bedeu­tung waren. Aber auch Korn- und Früch­te­lie­fe­run­gen aus den abga­be­pflich­ti­gen Klos­ter­gü­tern im Mit­tel­land lager­ten im Estrich des Hauses.

 

Feri­en­ort der Mönche

Von Anfang an war das Haus auch als Erho­lungs­ort für Abt und Konvent gedacht. Bis heute nutzen die Mönche das Haus jeden Sommer als beschau­li­ches Feri­en­do­mi­zil. Schon 1706 beschrieb der bekann­te Zürcher Auf­klä­rer Johann Jakob Scheuch­zer das Gebäude als “Lust­haus der engel­ber­gi­schen Mönche”. Auf seiner Reise nach Engel­berg im Juli 1784 nannte es der Genfer Gelehr­te Horace Béné­dict de Saus­su­re “Land- und Erho­lungs­haus des Abtes”. Gegen Ende des 18. Jahr­hun­derts meinte ein anony­mer Rei­sen­der: “Gra­fen­ort ist also der eigent­li­che Eingang in das Engel­ber­ger­tal und besteht aus einer schönen und vor­treff­li­ch gebau­ten Capelle, einem weit­läu­fi­gen und anschau­li­chen Land­hau­se, wo sich etwan der Prälat zur Abän­de­rung (damit ist der Ader­lass gemeint) und die Patres zur Vacanz­zeit zur Recrea­ti­on auf­hal­ten”. Im Volks­mund behielt das Her­ren­haus lange Zeit den Bei­na­men “Lässi” in Anspie­lung auf den Ader­lass.

 

Her­ber­ge für vor­neh­me Rei­sen­de

Nicht nur dem Konvent stand das Haus offen. Auch vor­neh­me Rei­sen­de fanden hier Unter­kunft und Ver­pfle­gung, wenn sie die letzte Weg­stre­cke nach Engel­berg nicht mehr glei­chen Tags unter die Füsse nehmen wollten. Aus der Reihe illus­trer Gäste, die her abge­stie­gen sind, seien nur einige erwähnt. 1783 besuch­te der Göt­tin­ger Phi­lo­so­phie­pro­fes­sor Chris­to­ph Meiners (1747–1810) Engel­berg. Im Rei­se­ta­ge­buch findet sich eine sehr anschau­li­che Schil­de­rung klös­ter­li­cher Gast­freund­schaft im Her­ren­haus.

Wir kamen erst spät nach Gra­fen­ort, wo Rei­sen­de von einiger Dis­tinc­tion in die fürst­li­che Wohnung auf­ge­nom­men werden, die dem Abt von Engel­berg gehört, und wo die Äbte, wenn sie selbst in das Thal her­un­ter­kom­men, mit ihrem Gefolge ein­zu­keh­ren pfleg­ten. Während der Abwe­sen­heit des Herrn wird dieser schöne Sitz von zwei alten Jung­fern gehütet, die uns so freund­li­ch emp­fin­gen, als wenn wir die nächs­ten Bluts­ver­wand­ten des regie­ren­den Abtes gewesen wären. Wir trös­te­ten uns bey einem herr­li­chen Abend­es­sen, der­ge­li­chen wir auf der ganzen Reise nicht gehofft hatten, und bey einer Flasche edlen Neu­en­bur­ger Weins… Nach einem festen Schlaf, in welchem uns das Rau­schen des Sturms und der Aa nur desto fester ein­wieg­te, setzten wir unsern Stab nach Engel­berg fort.”

Am 2. Sep­tem­ber 1745 stieg der Erz­bi­schof, apos­to­li­sche Legat und Nuntius Philipp Accia­juo­li zusam­men mit seinem Gefolge und einer Nid­wald­ner Stan­des­de­le­ga­ti­on unter der Führung des Lan­des­haupt­manns Franz Josef Jann — unter­wegs nach Engel­berg zur fei­er­li­chen Ein­wei­hung der neu­erbau­ten Klos­ter­kir­che — im Her­ren­haus ab. Der däni­sche Schrift­stel­ler, Kant­ver­eh­rer und Goe­the­kri­ti­ker Jens Bag­ge­sen (1764–1826), der im April 1790 nach Engel­berg reiste, fand im gast­li­chen Her­ren­haus ebenso Einlass wie der deut­sche Roman­ti­ker Clemens Bren­ta­no (1778–1842) auf seiner Schwei­zer­rei­se im Jahre 1826. Eben­falls einen Halt in Gra­fen­ort ein­ge­schal­tet hat der Kom­po­nist Felix Men­dels­sohn-Bar­thol­dy (1809–1847), als er im August 1842 aus dem Urner Reus­stal über den Surenen­pass nach Luzern wan­der­te.

 

Stiftung Lebensraum Gebirge

Die Stif­tung fördert mit ver­schie­de­nen Akti­vi­tä­ten das ganz­heit­li­che Denken im Zusam­men­wir­ken von Mensch und Natur im Gebirge.

Das Begeg­nungs- und Doku­men­ta­ti­ons­zen­trum “Lebens­raum Gebirge” im Her­ren­haus Gra­fen­ort will Begeg­nungs­ort mit Men­schen sein, die sich mit dem Lebens­raum Gebirge aus­ein­an­der­set­zen. Fach­leu­te und Laien ver­schie­dens­ter Wis­sens­ge­bie­te und Sparten treffen sich im Her­ren­haus und machen gegen­sei­ti­ge Bekannt­schaft.

Neue Blick­win­kel wie auch Ansätze zu gemein­sa­men Betrach­tungs­wei­sen werden dar­ge­stellt und erör­tert. So kommen die unter­schied­lichs­ten Tätig­keits­ge­bie­te zusam­men, wie: Umwelt­wis­sen­schaf­ten (z. B. Raum­pla­nung, Natur­schutz), Forst- und Land­wirt­schaft, Indus­trie, For­schung, Kunst und Kultur, Tou­ris­mus, Kirche und Politik. Das Begeg­nungs- und Doku­men­ta­ti­ons­zen­trum steht allen offen und will beson­ders das Gespräch zwi­schen Laien und Fach­leu­ten pflegen und fördern.

Nach lang­jäh­ri­ger Vor­be­rei­tungs­zeit wurde im Januar 1995 eine Stif­tung unter dem Namen “Lebens­raum Gebirge” gegrün­det. Die Stif­tung will ganz­heit­li­ches Denken im Zusam­men­wir­ken von Mensch und Natur im Gebirge anregen und fördern. Dafür steht in Gra­fen­ort das Her­ren­haus als Begeg­nungs-, Bil­dungs- und Doku­men­ta­ti­ons­zen­trum zur Ver­fü­gung.

 

Mit­glie­der des Stif­tungs­ra­tes

Dr. Dominik Gal­li­ker, Luzern, Prä­si­dent

Jörg Lienert, Luzern, Vize-Prä­si­dent

Frédé­ric Füs­se­nich, Engel­berg

Werner Gross­ni­k­laus, Stans­stad

Josef Lan­ge­negger, Malters

Manuela Ottiger, Eich

Pater Guido Muff, als Ver­tre­ter des Klos­ters Engel­berg

Peter Lienert, Sarnen, Prä­si­dent der Bil­dungs­kom­mis­si­on

Maya Murer, Geschäfts­füh­re­rin

Organisation der Stiftung

Ver­schie­de­ne Per­sön­lich­kei­ten und Unter­neh­mer enga­gie­ren sich für die Stif­tung und deren Ziele.

Ein wesent­li­cher Teil der Stif­tungs­mit­glie­der reku­riert sich aus breiten Kreisen pri­va­ter Orga­ni­sa­tio­nen, aus Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Kultur. Der Stif­tung “Lebens­raum Gebirge” gehört auch der Stand­ort­kan­ton Obwal­den mit der Gemein­de Engel­berg als Stand­ort­ge­mein­de und das Bene­dik­ti­ner­klos­ter Engel­berg als Eigen­tü­mer des Her­ren­hau­ses an.

Gelei­tet wird die Stif­tung von einem Stif­tungs­rat der von einer Bil­dungs­kom­mis­si­on unter­stützt wird. Der Betrieb des Her­ren­hau­ses Gra­fen­ort und die Admi­nis­tra­ti­on der Stif­tung wird von einer Geschäfts­lei­tung betreut.

Sta­tu­ten

Tätig­keits­be­richt 2016

 

Förderkreis

Werden Sie Mit­glied im För­der­kreis der Stif­tung Lebens­raum Gebirge und unter­stüt­zen Sie damit ein­ma­li­ges Kul­tur­gut!

Der För­der­kreis der Stif­tung Lebens­raum Gebirge im Her­ren­haus Gra­fen­ort unter­stützt die Stif­tung ideell und finan­zi­ell.

Im För­der­kreis enga­gie­ren sich Pri­vat­per­so­nen, Insti­tu­tio­nen und Firmen aus Wirt­schaft, Politik, Wis­sen­schaft und Kultur. Die regel­mäs­si­gen Ver­an­stal­tun­gen sind einer­seits Netz­werk­platt­form für die Mit­glie­der aber auch Think-Tank für die Ent­wick­lung der Stif­tung.

Hier erfah­ren Sie mehr über den För­der­kreis und die Vor­tei­le für seine Mit­glie­der.

Bei Inter­es­se, füllen Sie bitte das unten ste­hen­de Kon­takt­for­mu­lar aus.

Veranstaltungen

Das voll­stän­di­ge Pro­gramm zu den kul­tu­rel­len Akti­vi­tä­ten im Her­ren­haus Gra­fen­ort finden Sie hier.

Peter Lienert, Prä­si­dent der Bil­dungs­kom­mis­si­on freut sich über Ihre Rück­mel­dung oder Anre­gun­gen zu Themen. Kon­tak­tie­ren Sie uns per Mail.

Anreise & Parking

Mitten im Herzen der Zen­tral­schweiz ist das Her­ren­haus Gra­fen­ort ver­kehrs­güns­tig und dennoch ruhig gelegen.

Die Gemein­de Gra­fen­ort liegt an der Strasse nach Engel­berg im hin­te­ren Engel­ber­ger­tal. Das Her­ren­haus Gra­fen­ort ist in zehn Minuten von der Auto­bahn A2 (Aus­fahrt Stans Süd / Engel­ber­ger­tal) erreich­bar. Ein grosser Park­platz ca. 50 Meter ent­fernt steht zur kos­ten­frei­en Ver­fü­gung Ihrer Gäste.

Mit dem öffent­li­chen Verkehr errei­chen Sie und Ihre Gäste das Her­ren­haus Gra­fen­ort kom­for­ta­bel. Stünd­li­ch fahren ab Luzern und Engel­berg Züge der Zen­tral­bahn.

Von Luzern ist das Her­ren­haus Gra­fen­ort mit der Bahn oder dem Auto in rund einer halben Stunde erreich­bar.

Hier können Sie den Orts­plan als PDF her­un­ter­la­den, oder navi­gie­ren Sie alter­na­tiv mit der Karte von Google Maps auf der linken Seite.

Gerne stellen wir Ihnen das Her­ren­haus Gra­fen­ort per­sön­li­ch vor. Wir freuen uns auf Ihre Kon­takt­auf­nah­me!

Ihre Gast­ge­be­rin­nen
Maya Murer und das Her­ren­haus-Team